SV Gnaschwitz-Doberschau II - SV Kleinwelka 1:1 (0:1)

Geschrieben von Martin Nowakowski. Veröffentlicht in Fußball Saison 2015/16.

Am zweiten Spieltag der Rückrunde spielte unsere Zweite in einem weiteren Kellerduell daheim gegen den SV Kleinwelka. Beide Mannschaften zeigten sich im Gegensatz zur Hinrunde verbessert und lieferten sich eine ausgeglichene Partie. Mit dem folgerichtigen Unentschieden können unsere Chemiker aber wohl besser als die Gäste leben.

Tore:              0:1       4. Minute        Altermann

                     0:2       49. Minute      Schur (VL Ziller S.)

Wechsel:        62. Minute      Pfeiffer für Schubert

                     76. Minute      Benad für Ziller S.

                     84. Minute      Steglich für Schur

Unsere Chemiker zeigten erneut eine kämpferisch starke Partie. Die Defensive mit Robert Tietze, Andreas Pexa, Karsten Schubert und Max Koban funktionierte über weite Strecken sehr gut und ließ kaum gute Chancen zu. Hier stimmte ebenfalls die Abstimmung mit dem Mittelfeld, so dass fast immer eine solide Kompaktheit gewährleistet war. Nach vorn ging bei den Chemiker ebenfalls viel, auch wenn einer der Gäste immer noch sein Bein dazwischen bekam. Insbesondere die Einwechslung von Hans Pfeiffer, oft im Zusammenspiel mit Oliver Scholze, brachte mehr Tempo in das Spiel und die linke Seite des SV Kleinwelka ins wackeln.
Negativ fiel hingegen auf, dass der letzte Pass oder die letzte Bewegung oft nicht stimmte. Zahlreiche Abseitssituationen, überhastete Abschlüsse und Abspiele bezeugen dies. Mit mehr Ruhe und Genauigkeit wäre eventuell mehr gegangen.
Insgesamt zeigten sich die Chemiker aber weiter verbessert. Nicht unerwähnt darf bleiben, dass auch die Gäste aus Kleinwelka ebenfalls besser als im Hinspiel aufspielten. Spielerisch ging wesentlich mehr als im Sommer, sodass der Kampf um den Abstieg weiter spannend bleiben wird.

Am Sonntag den 28.02. testet unsere Zweite gegen den SV Aufbau Deutschbaselitz auswärts, ehe es am 05.03. um 15 Uhr zum schweren Auswärtsspiel beim Tabellenfünften SV Kubschütz geht.

Trainer Martin Nowakowski konnte personell fast die identische Elf der Vorwoche aufbieten, lediglich Ingo Ziller fehlt; für ihn rückte André Winkler nach abgesessener Gelbsperre in die Start elf. Statt einer Raute im Mittelfeld gaben Reichelt und Winkler die Doppelsechs. Auf der linken Bahn lief Robert Wilhelm auf, auf der rechten Seite Stephan Ziller. Oliver Scholze blieb auf der Zehnerposition und Paul Schur war der einzige Stürmer. Ziel war es die Durchbrüche über die Außenbahnen mit den doppelt besetzten Außen einzudämmen, denn dort zeigten sich die Kleinwelkaer im Hinspiel am gefährlichsten. Der eigene Spielaufbau sollte nicht mehr völlig zentrumsorientiert wie im Spiel gegen Göda sein. Das Hauptaugenmerk lag aber definitiv auf einer kompakten Spielweise, um weniger Torschüsse zuzulassen.

Bei eher schlechten Platz- und Witterungsverhältnissen pfiff Olaf Glienke das Spiel pünktlich an. Die Gäste erwischten den besseren Auftakt und veredelten dies gleich in der vierten Minute. Nach einem Ballverlust auf der Bahn setzte sich der Außenspieler von Kleinwelka stark gegen Max Koban durch. Die Hereingabe nahm der zu frei stehende Tony Altermann dankend zum 0:1 an. Bei den Chemikern lief nun noch weniger. Sie agierten fahrig und teils vogelwild, dass Umschaltspiel funktioniert überhaupt nicht, sodass der SV Kleinwelka am Drücker blieb. Die Gäste spielten vorranging über die Außen, zeigten sich gedankenschneller, bissiger und waren daher die bestimmende Mannschaft. In der 14. Minute kamen dann die Hausherren erstmals vor das Tor. Oliver Scholze steckte auf Paul Schur durch, der einen Haken machte und seinen Gegenspieler stehen ließ, dann aber überhastet in die Arme des Torhüters abschloss. Dem Wetter und dem Platz geschuldet lief vieles über lange Bälle, sodass die rund 30 Zuschauer kein wirklich gutes, dafür aber umkämpftes Spiel sahen. In der 21. Minute setzte sich Stephan Ziller stark auf rechts durch, brachte die Flanke, welche immer länger wurde und Robert Wilhelm verzog per Direktabnahme. Nach etwa einer halben Stunden kamen unsere Chemiker besser in das Spiel und dominierten fortan die zweite Hälfte. Stephan Ziller und Andreas Reichelt kamen zu weiteren Abschlüssen, die jedoch zu ungenau waren. Das Spiel wurde durch das besser werden der Gnaschwitzer hitziger, sodass der Schiedsrichter in der 41. Minute je einen Spieler jeder Mannschaft verwarnte. Der SV Kleinwelka blieb durch lange Bälle zwar gefährlich, die Abwehr um Robert Tietze stand aber sicher und ließ kaum etwas anbrennen. Mit dem knappen Rückstand ging es in die Pause.

Unverändert setzte unsere Zweite das Spiel fort. In der 49. Minute belohnten sich dann endlich die Hausherren: Nach einem Ziller Zuspiel glich Paul Schur zum verdienten 1:1 aus. Die Gnaschwitzer blieben weiterhin am Drücker, konnten aber keine wirkliche Torgefahr erzeugen. Die Abwehr blieb dafür sicherer als in der ersten Halbzeit und ließ weiterhin wenig Raum für die Gäste. In der 60. Minute rutschte einer der Bälle durch die Abwehr der Chemiker, jedoch scheiterte der Kleinwelkaer an Jens Weber. In der 62. Minute der erste Wechsel: für Karsten Schubert kam Hans Pfeiffer in das Spiel. Der Jungspund der Zweiten brachte gleich etwas mehr Schwung auf der Bahn, ohne die Defensive zu vernachlässigen. Das Spiel blieb spielerisch unter seinen Möglichkeiten, dennoch gab sich keine der beiden Mannschaften mit dem Remis zufrieden. Einzig an klaren Chancen mangelte es. In der 76. Minute ging der mittlerweile platte Stephan Ziller vom Feld, für ihn kam David Benad. Oliver Scholze rückte auf die rechte Bahn, der neue Spiel in das Zentrum. Die rechte Seite der Gnaschwitzer blieb bis Spielende die gefährlichere, aber die Genauigkeit bei den letzten Bällen fehlte. Nun kamen die Gäste wieder besser in Fahrt und erarbeiteten sich eine leichte optische Überlegenheit. In der 84. Minute gab Stefan Steglich (für Paul Schur) sein Debüt für den SV Gnaschwitz-Doberschau.  Die Partie flachte am in der Schlussphase ab, wobei die Hausherren bei einem hohen Ball in der 89. Minute Glück hatte, dass dieser auf der Latte landete. So blieb es bei einem gerechtem Unentschieden.